Schulung in der eigenen Häuslichkeit nach § 45 SGB XI



Was bedeutet "Schulung in der eigenen Häuslichkeit?"

Es bedeutet, dass eine erfahrene Fachpflegekraft der Sozialstation eine Schulung in Ihrer eigenen Wohnung anbietet. Sie zeigt Ihnen als Pflegeperson vor Ort, wie sie die Pflegesituation am besten bewältigen können.

Das können Sie bei dieser Schulung lernen:

  • Den sicheren Umgang mit Pflegehilfsmitteln.
  • Eine Vertiefung von Kenntnissen bei Ihrer Pflegetätigkeit zu:
  • Lagerung
  • Vermeidung von Druckstellen (Dekubitus)
  • Vermeidung von Folgeerkrankungen (Lungenentzündung, Gelenksteife)
  • Information zu Ernährungsfragen
  • Pflegerelevante Informationen zu Krankheitsbildern
  • Rückenschonendes Arbeiten und Hebetechniken
  • Alle weiteren Themen, die Ihre individuelle Pflegesituation beeinflussen

Außerdem bietet die Schulung Raum für persönliche Unterstützung bei Überforderung und Überlastung.

Wann sind diese Schulungen zu empfehlen?

  • Wenn Sie Ihre jetzige Pflegesituation durch vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten verbessern wollen.
  • Wenn Sie eine neue oder veränderte Pflegesituation erleben und sich neue Pflegekenntnisse aneignen müssen.
  • Wenn Sie aufgrund Ihrer besonderen Pflegesituation nicht an einem Krankenpflegekurs teilnehmen können oder in nächster Zeit kein Kurs in Ihrer Nähe angeboten wird.

Dauer und Kosten der Schulung

Die Schulung in der Wohnung des Pflegebedürftigen dauert in der Regel 120 Minuten. Die Schulungen sind für die Teilnehmer, sofern sie von der jeweiligen Pflegekasse übernommen werden, kostenlos (AOK, KKH, IKK, Barmer, Neue BKK auf Anfrage).

Die Rechnungsstellung erfolgt über den Pflegebedürftigen, die Rechnung wird dann von der jeweiligen Pflegekasse erstattet.


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